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AUS- UND WEITERBILDUNG

Begabtenförderung

Das Förderprogramm Begabtenförderung Berufliche Bildung (BBB) richtet sich an junge Absolventinnen und Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die sich in Ausbildung und Beruf durch besondere Leistungsfähigkeit und Begabung ausgezeichnet haben.

Junge Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung, die ihre Leistungsfähigkeit und Begabung durch besondere Leistungen in Ausbildung und Beruf nachgewiesen haben und für die Zukunft Leistungsbereitschaft im Beruf erwarten lassen, sollen durch anspruchsvolle berufsbegleitende Weiterbildungen besonders gefördert werden. Eine regionale und berufsstrukturelle Ausgewogenheit der Förderung ist anzustreben. Junge Frauen und junge Männer sollen gleichermaßen berücksichtigt werden.

In die Begabtenförderung kann als Stipendiatin/Stipendiat einmal aufgenommen werden, wer eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) oder in einem bundesgesetzlich geregelten Fachberuf im Gesundheitswesen besonders erfolgreich abgeschlossen hat.

Wer wird gefördert?

In die Begabtenförderung können junge Berufsabsolventen aufgenommen werden, die

- durch das Ergebnis der Berufsabschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten oder besser als „gut“¨ (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote 1,9 oder besser)

- oder durch besonders erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb teilgenommen haben

- oder durch begründeten Vorschlag eines Betriebes oder der Berufsschule vorgeschlagen werden

Übersteigt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber die verfügbaren Fördermittel, kann die zuständige Stelle höhere Anforderungen zugrunde legen.

 

Was wird gefördert?

Förderfähig sind

a) die Teilnahme an anspruchsvollen Maßnahmen zum Erwerb beruflicher Qualifikationen

b) die Vorbereitung auf Prüfungen der beruflichen Aufstiegsfortbildung (z.B. Meister, Fachwirte, Fachkaufleute)

c) die Teilnahme an anspruchsvollen Bildungsmaßnahmen, die der Entwicklung fachübergreifender und allgemeiner beruflicher oder sozialer Kompetenzen oder der Persönlichkeitsbildung dienen

d) berufsbegleitende Studiengänge, die auf Ausbildung oder Berufstätigkeit der Stipendiatin/des Stipendiaten fachlich/inhaltlich aufbauen

 

Wie hoch ist der Förderbetrag?

Über drei Jahre hinweg können Zuschüsse von jährlich bis zu 2.000,- € für die Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen gezahlt werden (bei einem Eigenanteil von 10% pro Förderjahr).

 

Worin liegt der besondere Nutzen des Förderprogramms?

Die BBB ist

- ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der dualen Berufsausbildung

- ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung

- eine hervorragende Chance für junge Menschen am Beginn ihrer beruflichen Entwicklung

- eine sehr gute Starthilfe für die künftige eigenständige Weiterbildung junger Berufstätiger

- ein attraktiver Anreiz für Engagement und Leistungsbereitschaft im Rahmen der Ausbildung

Erfahrungen mit den Förderprogrammen

Ein Industriemechaniker Fachrichtung Maschinen- und Systemtechnik berichtet:

"Bei meiner Arbeit als Mechaniker in einem Maschinenbetrieb zeigt sich immer mehr, dass es sehr wichtig ist, sich auch außerhalb seines Ausbildungsberufes weiterzubilden. Dies gilt insbesondere in der EDV, die mittlerweile in allen Berufen und Arbeitsbereichen eingesetzt wird. Wenn man sich dazu entschieden hat, sich berufsbegleitend fortzubilden, muss man zwar viel Freizeit investieren, aber ich denke doch, dass man dadurch seine Chance am Arbeitsmarkt erheblich verbessern kann".

Eine Industriekauffrau fasst ihre Erfahrungen zusammen:

"Im Rahmen dieses Förderprogramms habe ich an Sprachaufenthalten in London und Barcelona teilgenommen. Diese Seminare dienten vor allem dazu, die wirtschaftspolitischen und soziokulturellen Charakteristika des jeweiligen Landes aufzuzeigen. Durch Gespräche mit Geschäftsleuten und anderen Geschäftspartnern hatte ich Gelegenheit, mich mit den Problemen des Gastlandes auseinanderzusetzen. Dieses halte ich für sehr begrüßenswert, da es in der heutigen Zeit immer wichtiger wird, international zu denken und über kulturelle Grenzen hinweg zu kommunizieren".

DOKUMENT-NR. 73004

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